Welcher Fußboden fürs Kinderzimmer?
17.Oktober 2011
Pro und Contra der Bodenbeläge
Ein Teppichboden im Kinderzimmer hatte bei uns keine lange Lebensdauer. Besonders als die Kinder noch klein waren, gab es das Tuschwasser-Mahleuhr oder Knetreste klebten zwischen den Fasern. Eine volle Windel oder andere Kleinkinder Katastrophen, wie vergossener Früchtetee aus der Trinktasse, gaben dem flauschigen Fußboden den Rest.
Um einen Kinderzimmerboden hygienisch sauber zu halten, was sich gerade in der Zeit der Allergien empfiehlt, lohnt es sich über eine Alternative nachzudenken. Spätestens wenn die Holzbauklötzer als Tunnel für die Holzeisenbahn dienen sollen, bemerkt man schnell, wie unpraktisch ein Teppich sein kann.
Pro und Contra der einzelnen Bodenbeläge:
Fliesen:
Fliesen sind zwar sehr robust und inzwischen gibt es diese auch in vielen Farben und verschiedenen Designs, aber ein großer Nachteil, sie sind kalt und vor allem hellhörig. Fällt mal etwas Zerbrechliches runter gibt es keine Chance, so wie beim Teppich, dass es ganz bleiben könnte. Hingegen lassen sich Fliesen mühelos reinigen und nehmen es auch nicht übel, wenn beim Wischen viel Wasser verwendet wird.
Laminat:
Laminat ist sehr robust und hat inzwischen viele Gesichter bekommen, so dass es zu jeder Einrichtung etwas passendes gibt. Auch hier haben zerbrechliche Dinge wenig Überlebenschancen, sollte einmal etwas herunterfallen. Laminat ist vielleicht nicht ganz so kalt wie Fliesen, aber zum Beispiel mit einem kuscheligen Teppich natürlich nicht vergleichbar. Beim Wischen sollte hier unbedingt darauf geachtet werden, dass man den Lappen gut auswringt und stehende Wasserrückstände vermeidet.
Parkett:
Parkett ist ein sehr natürlicher Bodenbelag, aber leider nicht ganz preiswert. Im Gegensatz zum Laminat auch viel empfindlicher. Die Nutzschicht kann je nach Dicke des Echtholzes aber mehrmals abgeschliffen werden. Dies Option bietet kein anderer Bodenbelag. Fällt etwas Zerbrechliches auf das Parkett, geht es meist zu Bruch. Beim Aufwischen mit einem feuchten Lappen genügt hier in der Regel Wasser mit einem Reinigungsmittel. Zwischendurch kann auch mal ein Pflegemittel verwendet werden.
Kork:
Kork ist bedingt robust, zum Beispiel hinterlassen schwere Gegenstände auf Dauer einen Abdruck. Viele schreckt die "Pinnwandoptik" ab. Inzwischen gibt es aber verschiedene Hersteller, die mit größeren Korkstücken arbeiten und den Kork in verschiedenen Farben anbieten. Das große Plus an diesem Naturprodukt, es hat die wunderbare Eigenschaft die Körperwärme zurückzustrahlen und wird damit als angenehm warm empfunden. Zerbrechliche Gegenstände haben bei einem Korkfußboden bedingte Überlebenschancen. Beim Säubern sollte man, wie beim Laminat, darauf achten, nur feucht aufzuwischen.