Einen Komposthaufen anzulegen, um nach geeigneter Zeit reichhaltige Erde zu bekommen, war für meine Jungs immer ein kleines Abenteuer. Während Opa den Kompost durch ein Sieb rieseln ließ, beschäftigten sich die Jungs mit den zahlreichen Krabbeltieren, die darin zu finden waren. "Opa! Schau mal, das ist ein Kugeltier!" Damit war der Saftkugler gemeint.
Der Große musste alles genau betrachten und empfand auch keine Scheu, die großen Larven der Hirschhornkäfer auf die Hand zu nehmen.
Mein Mittlerer beobachtete zunächst alles sehr verhalten. Später begann er aber die Regenwürmer aus der Erde zu suchen, um sie dann wieder in den Kompost zurückzugeben. "Schön fleißig sein!", gab er den ringelnden Würmern mit auf den Weg.
Vielleicht gibt es in der Verwandtschaft oder Nachbarschaft die Möglichkeit, beim Kompostsieben dabei zu sein. Für kleine Kinder eine tolle Erfahrung. Selbst mich fasziniert es immer wieder, dass durch die Mithilfe von Hundertfüßern, Regenwürmern, Asseln, Larven und unzähligen winzigen Bakterien und Pilzen, aus Gartenabfällen so herrliche Erde gewonnen wird.
Informationen und Bilder zu Saftkuglern, Hischhornkäfern, Hunderfüßern und vielen anderen Krabbeltieren findet man z. B. unter de.wikipedia.org
Die Autorin
In Berlin geboren und aufgewachsen schrieb Angela Planert bereits in der Grundschule ihre ersten Entwürfe. Seit August 2000 lebt sie im Norden Berlins und widmet sich seit 2003, neben ihrem Beruf und der Aufgabe als dreifacher Mutter, intensiv ihrer Leidenschaft. Sie verfasste seither zahlreiche Artikel auf kita.volavi, neun Fantasy - Romane sowie einen Thriller.