Übergewicht bei Kindern
17.März 2009
Warum ist mein Kind eigentlich so dick?
Es ist schon ungerecht. Manche Menschen können essen soviel sie wollen und sind rank und schlank, andere hingegen essen deutlich kalorienreduzierter und nehmen trotzdem zu. Warum ist das so? Die Gründe hierfür sind vielfältig. Die Veranlagung zum dick werden liegt häufig schon in den Genen. Das heißt zwar nicht, dass wir auch zwangsläufig dick werden, die Neigung dazu ist aber bei einem hohen Prozentsatz gegeben (etwa bei 70% schätzen Experten).
Schaut man sich "dicke" Kinder in der Umgebung an, so findet man eine figurliche Ähnlichkeit meist auch bei den Eltern. Eher selten haben ranke, schlanke Eltern, kleine dicke Kinder (mal abgesehen vom Kleinkindalter).
Essverhalten - ein ungünstiges Essverhalten kann zum Übergewicht führen
Ein ungünstiges Essverhalten in Form von großen Mengen oder einer kalorienreichen Nahrung begünstigt Übergewicht. Wir leben in einem Zeitalter des Fast-Food und der Fertigprodukte. Sahnesoßen und andere kalorienhaltige Speisen sind beliebt und stehen auf vielen Speiseplänen. Hinzu kommt noch ein reichhaltiges Angebot an Süßwaren und Knabberartikeln. Dies alles in erhöhtem Konsum sind nicht nur bei Erwachsenen Figurkiller.
Sinnvoll ist eine ausgewogene Ernährung mit nur kleinen Naschereien. Der Zeitplan vieler Eltern lässt aber nicht immer eine Zubereitung eines frischen, gesunden Essens zu. Hinzu kommen häufig die Nörgeleien der Kinder beim Essen.
Wer ein "süßes" Kind hat weiß, ein nach Schokolade schreiendes Kind mit einem Apfel abzuspeisen ist sinnvoll, aber leider meist auch nicht problemlos umzusetzen. Es beinhaltet schon einen ständigen Kampf, den Kindern die Süßigkeiten zu verwehren.
Bewegung - mangelnde Bewegung begünstigt Übergewicht
Mangelnde Bewegung bedeutet i. d. R. einen geringen Kalorienverbrauch. Der Bewegungsdrang einzelner Kinder ist sehr unterschiedlich. Manche Kinder laufen den ganzen Tag, klettern, fahren Fahrrad ..., andere hingegen lieben die ruhigeren Spiele und bewegen sich wenig.
In manchen Kindergärten wird großen Wert auf Bewegung im Freigelände oder auch durch Sportangebote gelegt, aber spätestens im Schulalltag werden diese weniger. Die Kinder verbringen einige Stunden auf ihren Stühlen und auch die Pausen bieten nur begrenzten Raum für Bewegung. Umso wichtiger ist es, den Kindern am Nachmittag ein ausreichendes Bewegungsprogramm zu bieten. Gezielte Sportangebote an zumindest einem Nachmittag in der Woche sind sehr sinnvoll und bei der geeigneten Sportart macht es auch noch Spaß. Zudem sollte man den einen oder anderen Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen, die Treppen anstatt den Aufzug wählen und regelmäßig einen Spielplatz besuchen.
Wer sich viel bewegt , kann auch mehr naschen. Hinzu kommt, wer in den ersten Lebensjahren schon träge wird, wird im Jugend- und Erwachsenenalter sicherlich eher Probleme haben, sein Verhalten zu ändern.
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