Anhand einiger kurzer Beispiele möchte ich Ihnen erste Merkmale für eine gute pädagogische Qualität nennen, an denen Sie ohne viel Aufwand eine erste eigene Einschätzung der Betreuungssituation in einer Einrichtung vornehmen können.
Raumgestaltung
- Sind die Spielmaterialien für die Kinder gut sichtbar, in deren Reichweite aufbewahrt und größtenteils für diese zugänglich?
- Können die Kinder sich vielfältigen Themen/ Bereichen zuwenden (Puppenecke, Bauecke, Bewegungsbereich, (Vor-)lesebereich, Rückzugsmöglichkeiten, Bastel- und Malbereich, etc. ...)? Wenn Sie mehr als sechs ausfindig machen können, spricht dies für die Kita.
- Sind die Themenbereiche so angelegt, dass dort Kinder in einer kleinen Gruppe ausreichend Platz zum Spielen haben?
- Gibt es einen Informationsbereich für Eltern, der das Leben innerhalb der Kita anschaulich dokumentiert und darüber informiert welche Lern-Erfahrungen die Kinder während ihres Aufenthalts machen?
- Dominieren die künstlerischen Werke der Kinder die Wände der Gruppenräume und spiegelt sich in diesen die Individualität der Kinder wieder (Schablonen sind out)?
- Stehen den Kindern in verschiedenen Bereichen vielfältige Materialien zur Verfügung?
Atmosphäre
- Fühlen Sie sich wohl, wenn Sie die Kita betreten?
- Haben Sie das Gefühl, dass die Erzieherinnen sich gut miteinander verstehen und partnerschaftlich zusammen arbeiten?
- Wirken die Kinder in der Kita ausgelassen und unbefangen?
- Haben Sie das Gefühl, dass sich die Kinder selbst ausgewählten Spielen und Themenbereichen zuwenden können?
- Werden Sie bei Ihrem ersten Besuch herzlich von der Leitung begrüßt und durch die Kita geführt?
Info
Dieser Artikel ist der zweite Teil unserer 4-teiligen Serie mit konkreten Tipps und Hilfestellungen, woran Eltern eine gute Kita erkennen.
Der Autor
Unser herzlicher Dank gilt
Björn Schneider. Er ist Diplom-Pädagoge und Geschäftsführer des Fortbildungsträgers Blickpunkt-Kind. Weitere Informationen finden Sie unter
www.blickpunkt-kind.de
Hinweis vom Autor
Im Interesse der erleichterten Lesbarkeit und damit der Verständlichkeit der Artikel wird nur eine Sprachform verwandt. Damit soll das gesetzliche Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern jedoch nicht vernachlässigt werden. Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass mit der Verwendung der weiblichen Sprachform die männliche selbstverständlich mit erfasst ist.
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