Mit der Entscheidung das eigene Kind in einer Kindertagesstätte anzumelden und somit die Verantwortung für die Erziehung und Bildung Ihres Kindes mit anderen Menschen, den Erzieherinnen, zu teilen, entstehen viele Fragen und Unsicherheiten. Welche Kita ist für mein Kind die richtige? Woran erkenne ich, dass es meinem Kind in einer Kita gut gehen wird?
Teilen die Erzieherinnen mein Bildungsverständnis und welches pädagogische Angebot unterstützt und fördert mein Kind in seiner emotionalen, kognitiven und körperlichen Entwicklung am besten?
Diese Fragen sind vollkommen verständlich und es ist wichtig sie zu stellen.
Es ist Ihr gutes Recht zu erfahren, an welchen Merkmalen Sie eine gute Kita oder einen Kindergarten erkennen können und es ist wichtig dabei zu fragen, welche Aspekte einer guten pädagogischen Qualität die Erziehung, Bildung und Betreuung Ihres Kindes fördern können. Bitte nehmen Sie sich für die Wahl der Kita für Ihr Kind Zeit und lassen Sie sich nicht zu schnell von Angeboten vereinnahmen, die mit Frühenglisch oder allzu farbenfrohen Flyern um Ihre elterliche Gunst werben. Solche Angebote und Werbeprospekte sollten als Bonus von Ihnen bewertet werden und nicht als Maß für eine gute Tagesbetreuung. Die Bedingungen für eine hohe Qualität sind an anderer Stelle zu finden.
Wo sich das Kind wohl fühlt, es auf Menschen trifft, die es in seiner Individualität bestärken, es in der Auseinandersetzung mit seiner Lebenswelt unterstützen und seine sozialen, emotionalen und kognitiven Bedürfnisse wahrnehmen und fördern, hat es gute Bedingungen zum Lernen und zum freudvollen Heranwachsen.
Info
Dieser Artikel bildet den Auftakt einer 4-teiligen Serie mit konkreten Tipps und Hilfestellungen, woran man eine gute Kita erkennt.
Der Autor
Unser herzlicher Dank gilt
Björn Schneider. Er ist Diplom-Pädagoge und Geschäftsführer des Fortbildungsträgers Blickpunkt-Kind. Weitere Informationen finden Sie unter
www.blickpunkt-kind.de
Hinweis vom Autor
Im Interesse der erleichterten Lesbarkeit und damit der Verständlichkeit der Artikel wird nur eine Sprachform verwandt. Damit soll das gesetzliche Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern jedoch nicht vernachlässigt werden. Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass mit der Verwendung der weiblichen Sprachform die männliche selbstverständlich mit erfasst ist.